jahnna Neun, Tusche

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erhaben jahnna Stufen F, Tusche

Ich bin erwacht, doch nicht erhaben. Immer wieder erlebe ich Momente, Weilen und Zeiten der Liebe, des Einsseins, des Flusses, der alles Äußere, Körperliche und Innere verbindet. Immer wieder umfängt mich auch Angst und ich habe Sorgen, Nöte, finde Groll und Scham in mir.

Ich bin nicht erhaben, denn ich bin auf der Suche. Stehe oftmals allein da. Glaube den Weg zu kennen, doch bin nicht angekommen. Im erhabenen Denken wäre jedes äußere Geschehen mein Leben – jedes Wesen dieselbe Lebendigkeit, die auch ich bin. Mein Denken wäre ein einziges liebevolles Gespräch in der einen Verbundenheit. Im erhabenen Fühlen wäre mein Herz weit für das dahinterliegende Licht geöffnet. Meine Wut, Freude, Traurigkeit und mein Leid wäre allsamt von Liebe durchzogen. Im Erhabensein überwiegt die Liebe dauerhaft über die Angst, das Verbundensein über die Vereinzelung und der Einklang über die Trennung.

Heute weiß und spüre ich, dass die Liebe niemals vergeht. Wenn die Angst mich einholt, dann nur, um mir zu zeigen, was in mir noch nicht erlöst ist. Ich gehe meinen Weg und sehe nach einer Weile die Welt mit neuen Augen.

Die Frage des dritten Bruders an die weise Frau (Geschichte Nr. 9)

«Ich folge dir schon seit Tagen. Wie lebendig du doch bist! Du scheinst mir viel lebendiger zu sein als ich selbst und auch als die Menschen, die dich um Rat fragen. Wie kann ich so werden wie du?»

«Folgst du der Liebe oder der Angst?»

«Der Liebe natürlich!»

«Ist das wahr? Was heißt es für dich: ‹Der Liebe folgen›? Wie tust du das?»

«Hmm. So genau kann ich das gar nicht sagen…»

«Kannst du mir sagen, was in diesem Moment in dir ist? Bist du in Liebe, angebunden an dein Selbst, mit dem Leben im Kontakt und Einklang? Oder bist du der Angst näher, von Gedanken umfangen, von Sorgen und Emotionen? Bist du uneins mit dir selbst oder mit jemandem, der dir nahe steht, oder im Frieden? Kannst du für dich den Unterschied wahrnehmen?»

«Ja, das kann ich.»

«Dann tue es ab jetzt so: Wenn du in Liebe bist, dann handle, agiere, entscheide: Breche auf, wenn dir nach Aufbrechen zumute ist, bleibe, wenn dir nach Bleiben zumute ist, baue etwas auf, wenn dir nach Aufbauen zumute ist und reiße etwas nieder, wenn dir nach Erneuerung zumute ist.

Wenn du in Angst bist, dann halte inne in deinem Handeln und Agieren und treffe keine Entscheidung. Schaue um dich. Umarme deine Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühle, Gedanken und vor allem dich selbst. Finde deine Mitte, deinen Raum, deine Ausrichtung. Halte dich, richte dich auf und kehre zurück zum Licht. So wirst du Frieden finden.»

«Danke für deine Worte!»

«Ich danke dir!»

[aus: jahnna – Buch der Menschen, Text: «Wem folgst du?»]

PS: ‹Erhaben› ist eines der Worte mit der Vorsilbe ‹er›, siehe auch Anmerkung zum ‹Erleben›. ‹Erhaben› bedeutet im Ursprung: «IHN, das Leben selbst, (in sich) haben».

das Selbst Trennstrich senkrecht A, Tusche Wer bin ich? Trennstrich senkrecht B, Tusche in Liebe sein Trennstrich senkrecht C, Tusche Gottmutter und Gottvater Trennstrich senkrecht D, Tusche Neue Zeit

veröffentlicht am 23.5.2016, letzte Änderung am 28.2.2017 um 14:00 Uhr

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